Mit Martina über den Lektorats-Beruf und Selfpublishing
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00:00:00: Hi
00:00:01: und herzlich willkommen im Millenials Podcast von Millennials für Millennials.
00:00:05: Und alle, die es werden wollen!
00:00:06: Ich habe heute mal wieder eine neue Gäste eingeladen und zwar meine Lektorin Martina.
00:00:13: das kam mir so spontan als Idee, dass es einfach richtig, richtig spannend wäre über dieses Thema zu sprechen.
00:00:20: Ich schreibe ja Bücher und ich weiß das hier auch viele an dem Thema Bücherschreiben interessiert sind und auch am Thema Self-Publishing und deswegen fand ich das total cool mit dir mal darüber zu sprechen.
00:00:31: aber wenn du magst kannst du dich gerne einfach mal selber vorstellen?
00:00:35: Ja sehr gerne!
00:00:36: Hallo Charlotte!
00:00:38: Vielen vielen Dank für die Einladung.
00:00:40: Ja ich bin die Martina, Martina Schramm.
00:00:43: Ich
00:00:44: bin selbstständige Lektorin unter dem Namen des Gutelektorat.
00:00:49: Ja, arbeite ich für Autorinnern und für Self-Publisher auf dem Weg zum Buch.
00:00:55: Das heißt also tatsächlich dass sich die Unterstützer aus ihrem Buch eine Veröffentlichung zu machen.
00:01:02: Und ich berate...ich mache Sprechstunden und ich mach ganz klassische Textarbeit.
00:01:10: Willst du vielleicht erst mal Also ein bisschen den Grundstein zu legen.
00:01:14: Erklären, was ist
00:01:16: eine Lektoren?
00:01:17: Was bedeutet Lektorad überhaupt?
00:01:20: Ja voll gerne!
00:01:22: Da... also ich bin ja freie Lektorene und selbstständige Lektoringen das muss man vielleicht gleich mal unterscheiden noch von einer Lektur oder einem Lektör im Verlag denn da sind Lektорinnen hört man ja oft Verlagslektorer eher in der Funktion Programmplaner eigentlich Zuhause.
00:01:40: Also die arbeiten durchaus natürlich auch am Text, aber das ist nicht das Hauptbusiness.
00:01:45: Also darf mich jetzt jeder korrigieren.
00:01:47: Aber so verstehe ich dass Verlagslektoren Akquise machen nach Autorin suchen auf Messengehen, Manuskripte auch wiederum also bei Aktionen Manuskräfte einkaufen.
00:02:00: Also es mehr sozusagen die Suche nach Autorenen damit in Begriffen und Ich als freie Lektoren Ich bin ja wirklich die aktive Dienstleisterin für einen Autor in der Autorin, die den Text schon haben und die einfach jetzt quasi Support auf dem Weg zum Buch
00:02:18: brauchen.
00:02:19: Und genau von dem her ist es doch ein bisschen ein anderes Profil.
00:02:23: deswegen habe ich zwar kurz ein bisschen ausgeholt Und also eben in der klassischen Textarbeit als Lektorin lektoriere ich den Text.
00:02:33: So heißt das, retigieren und lektorieren.
00:02:35: Also wirklich inhaltlich dramaturgisch sprachlich und stilistisch den Text anzugucken und Feedback zu geben an die Autorinnen, den Autoren?
00:02:47: Ja!
00:02:50: Das ist ja so.
00:02:51: Du schreibst mir jedes Mal, also was heißt jedes mal?
00:02:54: Wir arbeiten jetzt zum zweiten Mal zusammen.
00:02:57: Sprich natürlich auch für dich dass ich dich sehr gerne wieder als meine Lektoren fürs neue Buch haben wollte.
00:03:04: Du schreiben es mir immer wenn das Buch aus dem Lektorat kommt.
00:03:08: Wunder dich nicht!
00:03:09: Es sind einige Anmerkungen und zwar weiß ich das natürlich schon aber ich glaube wenn man das zum ersten Mal macht dann kann einem das schon... unfassbar überwältigen.
00:03:19: Also das sind wirklich unendlich viele Sachen, die du anmerkst.
00:03:26: Kannst du mal sagen wie du da vorgehst?
00:03:28: Wie du dich dafür entscheidest was du anmärkst?
00:03:31: Wieso dein Arbeitsablauf ist sobald du ein Manuskript bekommst also Manuskrit ist sozusagen der Text den die Autorin der Autor einreicht ja die Rohfassung und Du hast es dann vor dir liegen.
00:03:45: Was machst du damit?
00:03:46: Ja.
00:03:48: Also erst mal ist es total cool, dass wir schon das zweite Mal miteinander arbeiten.
00:03:53: Richtig toll und danke für dein Vertrauen!
00:03:55: Und ja mir ist bewusst, dass dieser erste Moment des Öffnens eines Maneskripts nach dem Lektorad durchaus ein Klopper sein kann.
00:04:08: Ich würde vermuten auch da haben Lektorennen total unterschiedliche Arbeitsweisen.
00:04:13: Manche machen mehr Kommentare, manche machen weniger Und ich habe festgestellt, ich bin definitiv eine Person die da viel anmerkt.
00:04:23: Weil ja auch der Kommentar sozusagen ein Gespräch eröffnet.
00:04:27: also nur im Kommentar kann ich eine Botschaft an dich geben.
00:04:30: eine Frage einer Anmerkung und das ist finde ich vor allem im ersten Durchgang oder beim Erstkontakt des Manuskriptes beim erst Kontakt mit der Autorin zum Beispiel viel übersichtlicher und freundlicher, als wenn ich in den Text gehe und aktiv ändere oder eben einen Satz Streichel umbaue.
00:04:50: Das heißt eine ganz klassische und einfache Art eines Kommentares wäre das.
00:04:54: Ich erkläre warum ich etwas tue.
00:04:57: Und das sind aber trotzdem bei zuhundert, dreihundert Seiten Manuskript natürlich eine ganze Fülle an Kommentaren die zum Beispiel sagen habe hier gestrichen weil kleine Doppelung nach oben oder redundant haben wir jetzt verstanden hab ich gestrichenen.
00:05:12: Und wenn ich je besser man sich kennt, auch als Team von AutorInnen und Lectors kann man da natürlich auch ein bisschen sparen an der Stelle.
00:05:21: Und relevanter werden aber die Kommentare natürlich, wenn es wirklich darum geht Verständnisfragen zu klären.
00:05:27: ganz klassisch also hier habe ich... Hier kann ich dir noch nicht folgen.
00:05:33: kannst du das nochmal erklären?
00:05:34: oder vorhin hast du so dargestellt?
00:05:37: Also dem Zusammenhang auf die eine Art erklärt jetzt erklärst du's auf ne andere kommt mir nicht ganz schmittes Schnittmengen gleich vor.
00:05:46: Und das kommt natürlich auch auf das Genre an, also auf den Inhalt des Manuskriptors und du schreibst ja einen Sachbuch.
00:05:55: von dem her sind es dann auch viele... Anmerkungen, die sozusagen in diese Sachebene gehen.
00:06:02: Ist das ein pädagogischer Aufbau?
00:06:04: Können die Leserinnen folgen?
00:06:05: Ist das Zielgruppen spezifisch?
00:06:09: Also natürlich klären wir vorab wer überhaupt eine Zielgruppe ist und das Gleiche trifft aber zu auch bei Menschen, denen Roman schreiben denn auch da gibt es ja eine Ziel-Gruppe.
00:06:18: also es ist dann Unterschied...Alter ist mal klar Kinderbuch, Jugendbuch, Erwachsenenbuch ist eine Zielgruppe für gewisse Genres natürlich unterschiedlich und darauf achte ich.
00:06:31: Ich achte auf wirklich Struktur, Feinheiten also es sozusagen alle Aspekte eines Textes die man sich vorstellen kann habe ich potenziell parallel auf dem Schirm.
00:06:46: Und wenn ich das nicht gleichzeitig schaffe muss ich das eben auch aufteilen und sagen so jetzt gucke ich noch mal nach allen Überschriften Jetzt gucke Formalitäten, wie sind die Listen irgendwie ähnlich und gleich aufgebaut?
00:07:00: Ja.
00:07:03: Das klingt... Das ist noch gar nicht alles.
00:07:05: aber ich glaube hier mache ich mal einen Punkt und frage dich so.
00:07:08: Es
00:07:09: klingt nach... Also mir ist es klar für mich klingt das nach wahnsinnig viel Arbeit.
00:07:14: also ich stelle mit deiner Arbeit eigentlich noch fast schwerer vor als meiner Arbeit weil diese verschiedenen Punkte immer am Kopf zu haben.
00:07:24: Also das finde ich wahnsinnig beeindruckend, ich stelle es mir super herausfordernd vor gleichzeitig auf den Stil zu achten darauf zu achte und das habe ich doch schon mal gelesen Das ist eine Wiederholung dann machst du noch ein bisschen Grammatik obwohl's eigentlich das erste Lektorat ist und kein Korrektorat.
00:07:41: Dann
00:07:42: achtest du da drauf dass es auch ein bisschen.
00:07:45: also Ich weiß nicht ob alle lektoren das machen aber Du hast auch so'n bisschen Ein Blick dafür, dass es... ich sage jetzt mal nicht diskriminierungsfreie Sprache ist.
00:07:54: Aber wenn dir zum Beispiel was auffällt dann sagst du das auf jeden Fall.
00:07:59: Also das ist ja schon ganz schnell klopper.
00:08:04: Hast du eine spezielle Ausbildung fürs Lektorat gemacht?
00:08:07: Also vielleicht mal zu deinem Werdegang.
00:08:08: bist du eigentlich dazugekommen?
00:08:12: Ja, genau.
00:08:12: Ich habe tatsächlich einen Verlags-Volontariat gemacht.
00:08:15: Das ist schon viele Jahre her also direkt nach dem Studium.
00:08:18: ich bin Sprachwissenschaftlerin.
00:08:19: Also ich hab Anglistik, Romanistik und Politikwissenschaft studiert.
00:08:24: Und ja, ich hatte mal kurz die Idee, in die Wissenschaft zu gehen dann irgendwie aber auch bald nicht mehr.
00:08:32: Wie alle?
00:08:37: Genau!
00:08:37: Die Verlagspranche war mein Wunsch, mein Ziel Und über ein Praktikum bin ich an einen Voluntariat gekommen.
00:08:45: Genau, Volontariat vielleicht wäre es nicht kennt.
00:08:47: Es ist also ähnlich wie bei einem Referentariat für Lehrerinnen und Lehrer eine Berufsausbildung von knapp zwei Jahren.
00:08:55: Also da ist man sozusagen ein bisschen wie Training on the job ist zwar schon bezahlt meistens schlecht bezahlt Und arbeitet sozusagen schon in diesem beruf und ich habe da eben Lektorat korrektorat aber auch bild redaktion und Buchsatz unser Hitting gelernt Auch klar mit dem ziel-und wohnen sterren zu arbeiten.
00:09:13: Ich war dann auch in so einer medizinischen Fachredaktionen und habe sogar Artikel geschrieben über irgendwie medizinische Themen.
00:09:20: Und wann kam die Entscheidung, dass du dich gerne selbstständig machen würdest?
00:09:24: Weil du hast ja vorhin jetzt schon beschrieben es sind zwei scheinbar zwei komplett verschiedene Jobprofile Lektoren in einem Verlag und lektoren Selbstständig.
00:09:33: und was du auch gesagt hast Du arbeitest vor allem mit Safe Publishing das wusste ich zum Beispiel gar nicht.
00:09:39: War das eine bewusste Entscheidung Dass du dich selbstständigt machen möchtest?
00:09:43: oder wie kam das?
00:09:45: Ja, genau.
00:09:46: Ich habe also einige Jahre dann in der Verlagsbranche gearbeitet aber eben immer in einem eher technischen Bereich und zwar als Projektmanagerin.
00:09:55: Also in sozusagen Prozessen der Herstellung, der XML First Produktion... Also ich war immer in der Branche Aber eben selten am Text.
00:10:05: Und irgendwann habe ich festgestellt nach einigen Jahren, dass mir... Also das sich den Blick nicht ablenken kann vom Inhalt, vom Content, vom Text und dass ich sozusagen selbst wenn ich eigentlich nur die Form gestalten soll oder über die Form entscheiden soll in diesem Text gucke.
00:10:21: Dann gab es noch ein paar andere berufliche Weggabelungen und dann habe ich beschlossen Ne, das frustriert mich gerade alles.
00:10:30: Cut hat also eine Arztabettikel gemacht und in der Zeit mich erinnert an meine Anfänge.
00:10:35: Also das ist Volontariat eben, dass ich gemacht habe – an die Textarbeit!
00:10:39: Und hab dann meine Fortbildung herausgesucht vier Monate, in der die Inhalte waren Dramaturgie, Lektorat und im Selbstschreiben, also Textproduktionen Und in dieser Zeit bin ich ganz tief nochmal eingestiegen, habe auch viel über Dramaturgie von Texten noch mal gelernt.
00:11:01: Also wirklich wie man Spannungsaufbau betreibt Figuren, Konstellationen kombiniert und hatte da auch ein ganz tolles Netzwerk eben aus Kolleginnen und Kollegen die sich in der ähnlichen Situation waren wie ich.
00:11:20: Und im Zuge dieser vier Monate habe ich den Entschluss gefasst, mich selbst schnick zu machen und bin dann auch hineingesprungen sozusagen in das Vorhaben.
00:11:30: Was ich super spannend finde du arbeitest nur mit Self-Publisherinnen?
00:11:34: Das ist richtig!
00:11:36: Nein nicht ganz.
00:11:37: also man muss natürlich sagen dass klassische... Also meine klassische Zielgruppe sind Self-publisher aus dem Grund, dass die nicht per se eine Ansprechpartnerin für ihren Text haben.
00:11:49: Denn Autohönern, die bei einem Verlag mit Verlagsvertrag unterkommen.
00:11:54: Die haben nicht in allen Verlagen aber in den meisten doch das Angebot und die Möglichkeit dass der Text eben dort In-House lekturiert wird oder eben über den Verlag an der externe Lektorin geht.
00:12:05: Und diese wiederum sagen wir einfach mal, die sind dann abgedeckt.
00:12:10: Nichts abgedenkt sind alle, die das also selbst organisiert im Self Publishing machen.
00:12:15: Und dadurch ergibt sich das einfach, dass meine Zielgruppe als freie Lektorin sich zum Großteil eigentlich aus diesen Self-Publishern speist.
00:12:26: Ja was ich total spannend finde... Ich habe mich ja in einem Bereich selbstständig gemacht.
00:12:30: wo ist ja jetzt mal so das Aufträge an Landziehen und Reichweite generieren schon zum Job per See dazugehört.
00:12:41: Ich finde es total interessant zu wissen, wie macht man sich denn selbstständig wenn man eine Dienstleistung anbietet.
00:12:46: Also gehört das Social Media auf jeden Fall dazu?
00:12:49: Hattest du Anfangs Schwierigkeiten?
00:12:51: Hast Du auch analoge Kontakte zugegriffen und wie ist so Dein Auftragsvolumen generell?
00:12:57: Ja, das ist echt ne sehr sehr gute Frage die sich alle stellen müssen.
00:13:01: am Anfang!
00:13:05: Ich hatte zum einen den Eindruck, dass ich durch meine Erfahrungen aus der Verlangsbranche auf ein paar Kontakte zugreifen konnte.
00:13:12: Muss aber auch sagen, dass das natürlich ganz viel Fachbuchbranche war und weniger eben in diesem Bereich, in dem ich jetzt tatsächlich faktisch tätig bin.
00:13:22: Das heißt, ich habe wirklich von Grund auf mir eigentlich was Neues aufgebaut.
00:13:27: also ja tatsächlich Social Media ist natürlich ein großes Thema.
00:13:32: Webseite, Netzwerken selbst Buch messen können.
00:13:35: Ein relevantes Aquisitool sein und sobald man ein bisschen länger am Markt vertreten ist es zum Glück auch die Mundpropaganda also dass man über Empfehlungen einfach an genau die Gruppe von Menschen kommt, die man ja auch schon weil sie sich im Portfolio hatte oder mit der man schon erfolgreich zusammengearbeitet hat.
00:14:00: meine Empfehlung
00:14:01: eigentlich mal was gebracht?
00:14:03: Ist mal jemand
00:14:03: zu dir gekommen durch mich?
00:14:06: Ich bin mir... Also ich habe sehr viele Follower durch dich gewonnen.
00:14:10: Vielen Dank dafür!
00:14:12: Und ein paar Kontakte, ich bin mir gerade nicht sicher, ich glaube nicht dass einer der aktuell laufenden Manuscript oder Elektoratsaufträge was dem Bereich kommt.
00:14:24: Ja
00:14:25: aber das ist alles schon passiert ja.
00:14:28: Schön
00:14:28: Was mich noch interessieren würde Ein Lektorat ist ja nicht ganz günstig.
00:14:33: Also du musst jetzt nicht genau deine Preise nehmen, aber vielleicht kannst du ja gleich mal so ein bisschen grob einordnen wie viel das so kosten könnte.
00:14:40: und wenn ich mir jetzt überlege dass viele deiner Kunden in den Self-Publishen dann stellt sich natürlich immer die Frage lohnt es sich das für die eigentlich finanziellen Lektoren anzuhören?
00:14:51: Das klingt natürlich ein bisschen doof weil das Buch ja wesentlich besser macht.
00:14:54: aber ich hatte in meinem ersten Buch zum Beispiel keine Lektoren was man auch merkt, aber weil mir das Geld damals einfach gefehlt hat und das finde ich total spannend irgendwie.
00:15:05: Was ist da deine Erfahrung?
00:15:06: Ja es ist ein Kostenpunkt völlig klar.
00:15:09: also vielleicht um das kurz mal zu beantworten Ich und alle Lektorinnen mit denen ich so zu tun habe wir kalkulieren meistens auf einen Seitenpreis.
00:15:17: Also wenn man zum Beispiel ein Werk von hundert oder zweihundert Normseiten hat Dann kann man eben einen Seitenpreis von, sagen wir jetzt einfach mal, sechs Euro pro Seite da multiplizieren.
00:15:30: Das wäre eher günstig für ein Durchgang oder eben... Ach, da gibt es alle Preise!
00:15:35: Deswegen muss auch meistens individuell mit einem Angebot und mit dem Probelektorat festgestellt werden.
00:15:42: Aber sagen wir mal das wirklich häufig eine Summe zwischen tausend fünfhundert und vielleicht zweitausend dreitausends Euro bei nem Lektorath hinten rauskommt.
00:15:54: und ja für manche ist das Buch, also vielleicht gerade im Bereich Sachbuch oder Expertinnenbuch ein echtes auch Aquisitool.
00:16:05: Also die nehmen das sozusagen fast als Marketingkosten um danach halt durch mit dem Buch anhand ihres Buches ihre Dienstleistungen oder ihr Fachwissen eben noch besser zu verkaufen.
00:16:16: Da ist es vielleicht sogar noch klarer dass man das wirklich so abrechnet Schwieriger, könnte ich mir vorstellen.
00:16:22: Es ist tatsächlich für Menschen die ihr ja so ihr privaten Lebenstraum in einem Buch verwirklichen möchten und das mehr oder weniger als Hobby betreiben denn dann sind natürlich sagen einfach mal zweitausend Euro einfach so ein Buch von dem man nicht weiß wie viele Menschen später lesen werden ganz schön viel Geld und es ist möglicherweise auch nicht die einzige Dienstleistung die benötigt wird.
00:16:46: Ja, von dem her.
00:16:47: Ich glaube es ist ein ganz großer Punkt an dem sich viele sinnvollerweise auch fragen was will ich erreichen mit einem Buch und wie kann ich eben erfolgreich dafür sorgen?
00:17:02: dass viele Menschen von meinem Buch erfahren werden.
00:17:05: Das finde ich nämlich auch mit des Traurigste, wenn man gemeinsam einem richtig tollen Manneskript arbeitet und ein Monat später auf eine Nachfrage hin erfährt ja so geht es so.
00:17:17: Es kaufen nicht so viele oder das lesen nicht so viel.
00:17:21: Was ich auch schon jetzt gehört habe hat auch einer meiner Autoren erst erfolgreich gemacht, nämlich eine Start Next Kampagne für eben das ganze Buchprojekt.
00:17:30: Der will auch den Buchsatz, Cover-Gestaltung usw.
00:17:35: hochprofessionell leisten und hat da eben okay aber auch wieder dankreich weiter auf Social Media und hat dann eben erfolgreich so eine Kampagne durchgeführt und das finanziert ihm jetzt sozusagen die Produktion seines Buches.
00:17:49: Ah ok sehr cool!
00:17:51: Ja weil ich glaube dass es vielen nicht richtig klar ist Du hast es eben schon gesagt, das sind ja auch noch andere Dienstleistungen die dazu kommen.
00:18:00: Kavagestaltung Korrektorat Buchsatz Das ist richtig.
00:18:04: teuer ist ein Buch auszubringen und für viele so zum Beispiel der Verlag vor allem deswegen interessant ist weil sie diese Kosten nicht selber tragen müssen aber natürlich auch am Ende in einem Verlag Die Tantiven wesentlich kleiner sind.
00:18:18: also Tantimen sind die Anteile die man als Autoren am ende bekommt Und ich finde, das ist immer so eine Gradwanderung.
00:18:26: Also ich persönlich habe mich jetzt zum dritten Mal für Self-Publishing entschieden weil Ich mit meiner Reichweite recht gut fahre mit dem Self Publishing und auch auf jeden Fall immer ein Plus mache.
00:18:37: Aber es ist natürlich wirklich schwierig wenn man Ja, also beziehungsweise wenn man eine gigantische Reichweite hat dann so ein Verlage wahrscheinlich auch wieder gut weil die dann auch super viel Marketing für einen machen.
00:18:49: Aber als kleine Autoren kann es halt auch sein dass ein Verlager kein Marketing für
00:18:53: einem macht
00:18:53: und das irgendwie alles was heißt?
00:18:55: Das kann sein!
00:18:55: Also es ist sogar relativ wahrscheinlich Und als wird Autoren bleiben viele Sachen sowieso immer an einem Hängen sag ich jetzt mal so
00:19:06: Also du bist da echt ein total gutes Beispiel für erfolgreiches, hoch erfolgreiches Self-Publishing.
00:19:11: Total cool!
00:19:13: Und ich glaube auch das für viele der Wunsch immer noch eben sehr stark ist Richtung Verlag also in einem Verlag unterzukommen.
00:19:24: Das ist ein kleines Ego-Ding, dass es auch einen Prestige Sting und man hat auch glaube ich ganz klar das Gefühl dann habe ich viel viel weniger Verantwortung für das alles und mir wird viel abgenommen.
00:19:34: und das stimmt auch.
00:19:36: Und es stimmt aber auch, dass einem natürlich auf viel kreative Entscheidung abgenommen wird.
00:19:40: Die man als Self-Fabrische aber selbst tragen kann!
00:19:43: Also ist ja auch die Befähigung zu dieser Entscheidung.
00:19:48: Auf einmal definiert selbst überlegen wie das Cover aussieht oder wie der Titel des Buches heißt und niemand setzt dann den Titel obendrauf von dem du dir denkst so hm ich wirklich?
00:19:59: Das ist überhaupt kein Für oder Gegen Aber tatsächlich sind das auch für mich zwei ganz unterschiedliche Heranginsweisen eigentlich an das gleiche Thema.
00:20:11: Und ist ja also bekanntermaßen, ich denke die meisten wissen es.
00:20:14: aber ich sage einfach noch mal... Es wird immer immer vordergründiger für Verlage anscheinend dass sie eben die Marktreichweite eines Maniskriptes im Fokus haben Und das ist für viele tatsächlich auch sehr frustrierend, eben über Exposys und Verlagsbewerbungen, Agenturbewerbingen den Weg zu gehen.
00:20:35: Und erstmal sehr, sehr viele Ablehnungen einzusammeln.
00:20:39: Da muss man sich wahrscheinlich mental so ein bisschen fit machen um einen Prozess durchzulaufen.
00:20:45: Ich glaube schon.
00:20:46: Ich glaub supergute Beispiele sind jetzt keine deutschen Beispelte aber... Sehr gute Beispiele sind glaube ich, falls du das mitbekommen hast.
00:20:54: Dass relativ viele Fan Fictions schon in der Vergangenheit aber auch aktuell als originale Werke umgeschrieben werden und die Verlage sich da ja fast drauf stürzen weil bereits ein riesiges Publikum besteht und irgendwie schon von vornherein klar ist dass wird nicht nur ein Bestseller das wird einschlagen wie eine Bombe ist natürlich für die jeweiligen Autoren ein Toll, weil mit Fanfiction verdient man kein Geld und dann hat man diese großartige Chance.
00:21:25: Auf der anderen Seite kann es aber auch sehr frustrierend sein wenn man das Gefühl hat, dass es eigentlich nicht... also was heißt Qualität?
00:21:33: Also große Reichweite haben heißt ja nichts.
00:21:35: Dass es nicht qualitativ wertvoller ist, aber dass nicht per se die Qualität des Buches im Vordergrund steht sondern dass die Reichweiter eigentlich so der ausschlaggebende Faktor dafür ist, ob man überhaupt
00:21:47: in Betracht
00:21:47: gezogen wird.
00:21:50: Ja, ich glaube es ist einfach der Vor- und Nachteil einem Ganzen ist dass die Reichweite so transparent eine mögliche Marktfolge zeigt das viel zu attraktiv für Verlage diesen Punkt einfach außen vorzulassen.
00:22:08: also wenn man die Rechnung machen kann irgendwie Person X mit hunderttausend Followern führt uns X tausenden Euro Umsatz, warum sollte man darauf verzichten und jemand nehmen der halt noch keine Verlohr hat?
00:22:23: Das kann man aus also rein wirtschaftlicher Sicht natürlich nachvollziehen.
00:22:27: Aber man kann sich schon fragen wo bleiben denn dann die ganzen literarischen Werke oder eben die die Werke einfach die genauso einen Anspruch haben, die genauso gut sind aber eben von einer Person verfasst sind, die einfach nur nicht in der Öffentlichkeit steht.
00:22:40: Glaubst du das war früher anders?
00:22:43: Ich möchte es glauben!
00:22:45: Also ich denke einfach mange Social Media musste es vorher ein bisschen anders gewesen sein, also wirklich vor zwanzig oder eher dreißig Jahren.
00:22:53: Dann wie wurde die Auswahl getroffen?
00:22:55: Es waren ja auch nicht alle Menschen schon vorher irgendwie Journalistinnen oder so.
00:22:59: Aber... Genau, sonst kann ich dir nicht genau sagen, wie das... Ich glaube aber wirklich hat viel verändert.
00:23:12: Kannst du mal sagen was, also jetzt ein kleiner Themenumschwung wieder.
00:23:16: Wenn du einen Lektorat machst für eine Person, kannst du dir mal sagen, was so die üblichen Probleme sind?
00:23:24: Die Auftreten beziehungsweise... Was ist für dich supertypisch, was du dann Lektoren machen musst?
00:23:32: oder wo hast du das Gefühl?
00:23:35: Da haben sehr viele Autore in den Schwierigkeiten mit.
00:23:40: Ja, ich lass es jetzt einfach mal so stehen.
00:23:50: Also ich lektriere ja Sachbüche und Romane gleichermaßen und deswegen ein bisschen muss sich da unterscheiden vielleicht einfach nur aus dem Grund dass wir natürlich bei einem Sachbuch mehr, also natürlich mehr Sachebene haben und in den Romanen einfach Punkte wie Handlungen Spannungskurve Figuren und so hinzukommen.
00:24:09: das heißt je nachdem in welchem Mein Skriptyp ich mich befinde, setze ich dann natürlich auch die entsprechende Brille auf.
00:24:18: Und also mein Ersteindruck wird immer wirklich ein faktischer Ersteindrück sein wie Ich versuche mich in mich als Leserin hineinzuversetzen und erstmal einzusteigen.
00:24:31: Der erste Moment in dem ich stolper ist für mich das erste Anzeichen von irgendwas ist hier anders als ich das erwarten würde als Leserinnen.
00:24:38: entweder ich verstehe etwas nicht oder hier geht mir etwas zu schnell, etwas zu langsam.
00:24:43: Oder ich begreife eine Seite später dass die Person, die eingeführt wurde gar nicht die Hauptperson ist.
00:24:48: aber wer ist sie denn dann?
00:24:49: Also sozusagen da kommt ziemlich bald... Ich sag mal eine Irritation und die leitet mich eigentlich auf das erste Thema hin.
00:24:57: Und vielleicht auch noch zum meinem Prozess.
00:25:00: Ich arbeite typischerweise in zwei Durchgängen- oder auch Lektoratsrunden sondern wir das in der Branche.
00:25:07: also beim ersten Durchgang Gucke ich tatsächlich vor allem auf den Inhalt und alle groben Zusammenhänge.
00:25:14: Also sozusagen... Ja, bei dem Sachbuch ist das inhaltlich alles stringent aufs Thema hingerichtet.
00:25:26: Bauen die Kapitel gut aufeinander auf und ohne jetzt so sehr ins Detail zu gehen aber eben so passt dieser Textverzielgruppe und zur Ausrichtung des Buches.
00:25:36: Das klingt jetzt so nach wenig Aufmerksamkeit, aber wenn man sich das Ganze wiederum hochprojektiert vorstellt auf zuhundert Seiten, gibt es diese Entscheidung auf jeder einzelnen Seite eben zu treffen.
00:25:49: Eigentlich bei jedem Satz und da bin ich einfach gut mit beschäftigt.
00:25:53: Das ist sozusagen der erste Durchgang in dem Text.
00:25:58: Ist wirklich wie ein Assessment des Ganzen?
00:26:01: Und natürlich immer wieder einen Aussumen auch auf das große Ganze so... Bin ich noch da, wo wir eigentlich... Also sind wir noch da?
00:26:09: Wo wir hinkommen wollten und kann ich noch folgen oder verstehe hier was die Autorin meint.
00:26:17: Aber sie hat es nicht genau so benannt.
00:26:19: Ja, genau!
00:26:20: Und dann kommt das dann zu diesen der Fülle an Kommentaren oder eventuellen Rückfragen.
00:26:25: Das muss übrigens... Ich
00:26:26: habe nur so zwölf tausend
00:26:27: in meinem Dokument.
00:26:29: Zwölftausend war's.
00:26:30: Kann das
00:26:30: sein?!
00:26:32: Oh mein Gott!
00:26:33: Nein, das kann nicht sein.
00:26:35: Nein, also ein paar hundert klingt auch schon viel ist auch viel.
00:26:38: Also ein paar Hundert halte ich für möglich.
00:26:40: oder Änderungen
00:26:41: und Änderung sein.
00:26:43: und Änderungen um das es kurz zu erklären sind natürlich auch sowas wie Löschung von einem Leerzeichen oder von einem Doppelpunkt und eine Einfügung von dem Punkt oder so.
00:26:53: Das zählen die Textverarbeitungsprogramme alles mit und dann kommt sowas raus und das klingt ja ganz schrecklich!
00:27:00: Als ich's gesehen habe... Das ist auch so lustig.
00:27:09: Ich kriege ja öfter mal die Frage auf, was ich total nachvollziehen kann, weil im ersten Moment fühlt es sich wirklich an als würde man eine Arbeit abgeben und dann guckt die Lehrerin drüber und sagt dreiblos oder was soll das nicht?
00:27:27: Und das ist wirklich... So schwer sich davon zu lösen, dass es nicht darum geht... ...dass jemand einem sagt was man alles scheiße gemacht hat oder falsch gemacht hat.
00:27:37: Oder besser machen kann sondern... Das ist im Prinzip alle Vorschläge sind und das ich einen Vorschlag von dir gut finden kann.
00:27:46: Dass ich einen vorschlag von ihr aber auch gar nicht gut finden können Was mir tatsächlich auch teilweise schwer fällt.
00:27:52: also es gibt z.B.
00:27:52: Anmerkungen von dir die lese ich und denke ja klar Natürlich.
00:27:56: Wie kann ich das selber nicht sehen?
00:27:57: Und es gibt Anmerkungen, da denke ich mir so... Nee!
00:28:02: Finde ich irgendwie nicht.
00:28:02: Aber es ist wirklich dann schwer sich darüber, ich sage ganz mal hinwegzusetzen und zu sagen Ich vertraue da meinem eigenen Instinkt mehr.
00:28:09: Ich finde das gut wie's ist und ich finde da ihre Anmerkung nicht gut.
00:28:13: Das is ja auch absolut legal team.
00:28:14: also du sagst ja auch selbst Es sind alles Vorschläge.
00:28:16: Ich bezahle dich ja dafür dass du mir hilfst besser zu werden aber trotzdem ist das eigene Ego erst mal angekratzt, wenn man da so ein Kunstwerk und da ist so das Herzblut drin.
00:28:30: Und man gibt sich so viel Mühe!
00:28:32: Ich habe ja selber den Text auch sieben Mal umgeschrieben schon bevor ich ihn dir gegeben habe... ...und dann kommen hunderte Bemerkungen und ich denke, oh Gott was muss ich jetzt alles
00:28:42: machen?
00:28:43: Das Beste ist immer ein Kommentar, ich öffne ihn und dann steht etwas Nettes drinnen.
00:28:48: Das ist der schönste!
00:28:52: Die Formulierung gefällt mir.
00:28:57: Also das weiß ich auch sehr zu schätzen bei dir, dass du auch sagst wenn ich was gut gemacht habe.
00:29:04: also es klingt auch so ein bisschen wie so einen Hund streicheln so hast du fein gemacht aber das darf man echt nicht unterschätzen.
00:29:09: Wie wichtig ist das auch?
00:29:10: Dass jemand anderes sagt hey erst du wirklich einen klugen Gedanken gehabt oder das hast du schön gesagt oder so.
00:29:16: Es ist extrem emotional.
00:29:18: also Ich weiß nicht wie's bei anderen AutorInnen ist Aber für mich sehr, sehr emotionales Gefühl das in Empfang zu nehmen auch dein Brief zu lesen den du sagst vielleicht auch ich bin auch eine Person.
00:29:32: Ich kann mit Kritik sowieso schon nicht so gut umgehen und da ist immer so
00:29:35: okay nimm dich zurück
00:29:37: Du überlegst jetzt einfach Kann da was dran sein?
00:29:39: Ist ja vielleicht nichts dran.
00:29:42: Aber im Endeffekt ist es natürlich damit das Buch besser wird Und damit andere Leute das lesen und dass es gibt halt wie ich es auch schon meinte auf viele Momente wo ich denke Ja hat es natürlich absolut recht, also das in meinem Kopf hat das Sinn gemacht.
00:29:54: Aber nur weil ich mir drei Sätze dazu gedacht habe die ich überhaupt nicht aufgeschrieben habe.
00:30:00: Was mich total interessieren würde ist wie es von deiner Seite aus ist einerseits jemanden dieses Feedback geben zu müssen ja auch vielleicht zu denken so hoffentlich verletzt sich die Person nicht oder so aber auch wie es zum Beispiel für dich ist okay du hattest eine Anmerkung und jemand hat sie überhaupt nicht übernommen.
00:30:19: Ist das für dich auch emotional?
00:30:21: Bist du da komplett distanziert?
00:30:24: Hast du manchmal Angst vor der Reaktion der anderen Person, also wie ist es aus.
00:30:29: Was verspannende Fragen!
00:30:30: Super und auch vielen Dank für deine Beschreibung.
00:30:33: gerade denn das ist ja tatsächlich die Sicht, die ich oder wir selten so direkt bekommen dieser Ersteindruck, das Gefühl beim Lektori... Beim Überarbeiten des Lektorats Wow Ja Ja, es ist tatsächlich halt... Ich bewege mich da so ein bisschen in diesem Raum.
00:30:54: Mein Job ist halt spitzfindig zu sein und sehr genau zu sein.
00:30:58: Und total nur das zu bewerten was da steht nicht das was vielleicht jemand schreiben wollte oder dachte dass da steht.
00:31:10: Manchmal muss man eben das auch aufzeigen und sozusagen den Finger genau in die Wunder legen und sagen so ich glaube ich weiß was du meinst aber Deta etwas, das glaube ich anders hinweist.
00:31:22: Oder sag bitte noch mal genauer was du meinst.
00:31:25: und es bringt mich selbst in den Konflikt dass ich auch, dass ich mir völlig bewusst bin, dass sich damit im Prozess verlangsame.
00:31:35: also Ich würde total gerne die Seiten durchwinken Das ist völlig klar Und manchmal geht's halt nicht, manchmal muss ich einfach diese Fragen stellen und ich bin da definitiv auch nicht frei von Emotionalität.
00:31:50: Also ich glaube, ich bin einfach ein empathischer Mensch und dadurch habe ich immer so ein bisschen auch die Brille auf... Ich denke definitiv an mein Gegenüber.
00:31:58: auch das ist ja auch eine Art von Dialog, die wir da führen über die Kommentare ohne dass du dir jetzt beantworten musst im klassischen Sinne aber du arbeitest eben damit Und
00:32:11: ich
00:32:14: fürchte in letzter Zeit also in den letzten Jahren quasi Ein bisschen weniger von diesen positiven Kommentaren reingeschrieben, weil ich wirklich so krass in meiner Arbeit drin stecke.
00:32:25: Also ich sitze quasi dran und versuche die Seiten durch zu powern.
00:32:31: Und immer wieder mal erinnere ich mich daran so, girl du musst jetzt auch mal wieder sagen dass das hier grad super gut läuft.
00:32:40: Das ist eine Erklärung, dass es ab und zu da ist und manchmal aber auch über zwanzig Seiten gar nicht.
00:32:45: Aber das heißt vielleicht auch, einfach im Tunnel drin bin.
00:32:50: Ja, das kann ich mir vorstellen!
00:32:51: Also ich kann als Feedback geben, es sind Kommentare die mich sehr tragen durch das Überarbeiten weil das Überbeiten ist ja dann auch nochmal super anstrengend.
00:33:01: also abgesehen von dem emotionalen Part... Ich persönlich empfinde das Strukturieren von einem Buch als den schwersten Teil.
00:33:13: Also das Schreiben fällt mir super, super leicht.
00:33:15: Auch dass es irgendwie schöne Formulierungen finden oder so.
00:33:17: Das ist total easy!
00:33:19: Aber eine Struktur finden... Ist dann doch nochmal ein Unterkapitel wo ja auch Vorschläge von dir zum Beispiel kommen.
00:33:26: Doch noch mal einen Unterkapitel.
00:33:27: okay wie nenne ich das unter Kapitel?
00:33:29: Okay das hier habe ich jetzt gedoppelt.
00:33:31: an welcher Stelle passt es besser.
00:33:35: Das finde ich mit der schwerste Part und dann hilft es sehr wenn dann zwischendurch mein Kommentar kommt Cool, wusste ich noch nicht.
00:33:43: Ich war's gelernt oder irgendwie sowas.
00:33:45: Irgendwas, was sehr, sehr positiv ist und einfach nur Yes hast du auch mal mit Ausrufe zeichnet,
00:33:49: das ist nicht auch schön.
00:33:52: Ja genau.
00:33:55: Ich glaube ich habe irgendeine Frage von dir aber noch nicht beantwortet.
00:34:01: Du hattest auch noch den Schlektoratsbrief gefragt und der Begutachtung sozusagen.
00:34:07: Das finde ich auch wirklich einen herausfordernden Teil.
00:34:10: denn Also
00:34:17: ein Lektoratsbrief
00:34:22: ist bei meinen Lektoriantern sozusagen einen Begleitschreiben, in dem ich zusammenfasse was mein Eindruck von dieser... ...von dem Lektorasdurchgang eben war.
00:34:36: Das heißt da fasse ich zusammen auf verschiedenen Aspekten wieder eben je nach Schaure des Buches was gut, also was Stärken des Textes sind und auch eventuelle Schwächen oder einfach Punkte die mir aufgefallen sind.
00:34:49: Bis hin zu hier sind Längen drin da könnte man streichen oder so Aspekte wie man könnte noch ergänzen folgende Stichwörter oder ja genau
00:34:59: diese... Eine Zusammenfassung eigentlich deiner Kommentare?
00:35:02: Genau!
00:35:03: Und das heißt da steckt für mich richtig Denkearbeit.
00:35:07: darin sehe ich aber auch als sehr, sehr wichtigen Teil meiner Arbeit.
00:35:13: Denn eben wie du schon selber sagst das Dokument mit den paar Hundert Seiten und den paar hundert Kommentaren Das ist erstmal ungreifbar und viel Und der Lektoratsbrief soll so ein bisschen in die Richtung lenken und es auch einordnen In der Hoffnung dass man auch oder in der als Angebot sozusagen an die Lesenden davon besser bewerten können, wo sie denn es eigentlich einsteigen können in ihrer Bearbeitung.
00:35:43: Genau und dazu wollte du jetzt noch was sagen?
00:35:45: Hat dich die drum gebeten, den zu definieren und dazu wolltest du noch etwas sagen?
00:35:48: Ja also da ist steckt wirklich viel eigene... Also da steckt viel Einschätzung des Textes drin und deswegen ist das auch tatsächlich ein Teil der mir von der Konzentration oder von der Hirnleistung schwerer fällt als das Lektorat selbst.
00:36:10: Denn hier ist mir bewusst, dass es auch beim Gegenüber wahrscheinlich ein bisschen so ankommen kann wie einen Gutachten des Professors für die Uni verarbeitet oder so.
00:36:21: Ja und...
00:36:22: Es ist wirklich etwas so.
00:36:23: Und eigentlich möchte ich das nicht ne?
00:36:26: Also weiß ich auch für meinen Kollegen dann wir wollen nicht diese Art von Bewertung dahinein bringen.
00:36:31: Gleichzeitig ist es aber Teil des Jobs also nicht die Bewertungen ist natürlich Teil des jobs eine Beurteilung und Einordnung.
00:36:41: Und ja, das ist so ein bisschen schwammig in dem Bereich dass man das hinbekommt mit Feinfühligkeit zwischen Hinweise zu geben, zu loben die Stärken hervorzuheben aber eben auch den Finger wirklich dahin zu legen wo es spannend wird wo vielleicht tatsächlich was fehlt.
00:37:07: Also ich kann als Feedback könnte ich geben, ich finde den Lektorratsbrief auch gut und wichtig.
00:37:13: Ich glaube das er ein bisschen kürzer sein könnte weil ich merke dass aufgrund der Länge merke ich dass sich zum Beispiel Punkte überspringen oder denke ach nee irgendwas davon muss jetzt unwichtig sein, weil ich kann nicht alles irgendwie auf einmal aufnehmen oder so.
00:37:33: Und ich glaube wenn der ein bisschen kürzer wäre dann würde es mir leichter fallen auf die einzelnen Punkte alle mental auch richtig einzugehen.
00:37:42: Ja danke für das Feedback!
00:37:45: Also vielleicht noch mal für die höhere Innen.
00:37:47: also das sind oft zwischen fünf bis acht neun Seiten oder so.
00:37:51: ein Lektoratsbrief ist auch nicht immer gleich.
00:37:54: Und ja, genau.
00:37:56: Da geht es nur um das eigene Werk ist also wirklich geballtes Feedback.
00:38:00: deswegen... Ja okay!
00:38:03: Kann man doch mal was
00:38:04: verkürzen.
00:38:06: Vielleicht ist es ja auch ich meine wir sind ja irgendwie zur Schule gegangen und wir sind zur Uni gegangen und Wir sind so gewohnt dass unsere Arbeit kritisch betrachtet und dann auch benotet wird.
00:38:17: Und diese Benotung und Beurteilung ist ja immer superrelevant für unseren Werdegang, für unser Selbstbewusstsein, den Vergleich mit anderen.
00:38:29: Ich habe das schon immer als sehr belastend empfunden.
00:38:33: Deswegen ist es natürlich ein bisschen schwierig... da komplett zu trennen und zu sagen, hey hier geht es nicht darum dass jemand meine Person beurteilt oder meine Arbeit beurteilten.
00:38:43: Aber Hauptsagen möchte dein Buch ist nicht gut sondern eigentlich geht's ja darum eine Person kann alleine kein Buch schreiben.
00:38:53: das is so einer Wahnsinnig schwierige Aufgabe, das ist so komplex.
00:38:58: Du kannst dich auch nicht selber therapieren und deswegen kannst du nicht objektiv auf deine eigenen Gedanken gucken, du kannst nicht dass was du dir hundertmal durchgelesen hast immer noch als Außenstehende betrachten.
00:39:13: es geht einfach nicht!
00:39:14: Du brauchst diese Hilfe von außen und das ist natürlich eine wesentlich angenehmere Perspektive.
00:39:23: Muss man sich das immer wieder klar machen, diese Person möchte das Beste für mich und
00:39:27: mein Buch.
00:39:29: Ja absolut!
00:39:32: Hast du da von anderen Autoren denn was in die Richtung?
00:39:39: Natürlich wir sprechen immer darüber.
00:39:40: ich freue mir auch immer Feedback.
00:39:44: Es wird einfach individuell unterschiedlich aufgenommen.
00:39:50: eben ich höre meistens, dass der Lektoratsbrief eben total hilft weil er eben so eine Grundrichtung gibt.
00:39:58: Eine Einschätzung gibt und einem auch merklich so viel Zuarbeit quasi drin steckt.
00:40:04: Und die Fülle der Kommentar oder so?
00:40:06: Also wie ist da deine Erfahrung zwischen Leuten mit denen du zum ersten Mal arbeitest?
00:40:10: Wie empfinden sie das zum ersten mal Lektorit bekommen?
00:40:17: Ich glaube, ich erkläre am Anfang einfach ein bisschen mehr um auch bisschen vorzubereiten in die Richtung.
00:40:24: Und viele Autorinnen haben auch eine Vorstellung davon was auf sie zukommt und anderen nicht.
00:40:33: und tatsächlich mache ja vor jedem Lektorat einen Probe-Lektorad.
00:40:36: also das bedeutet dass sich mir fünf bis zehn Seiten Text etwa geben lasse diese eben lektoriere und zwar wirklichst, also da erinnere ich mich dann immer selber daran genau in dem Stil indem ich halt arbeite damit das eben sowohl mir zeigt wie lange brauche ich jetzt für die Probe-Seiten und was kann ich mit dem Text machen?
00:40:57: aber eben dem gegenüber auch zeigt wir arbeitet die Person eigentlich.
00:41:00: Und ich schöne es dann wie gesagt nicht sondern ich versuche wirklich bei meinem Stil zu bleiben damit auch eventuelle Fragen oder vielleicht Irritationen sogar frühzeitig aufkommen und nicht dann ein Groß-Aha danach entsteht.
00:41:15: Und bisher hatte ich das einmal nur, dass eine Person wirklich gesagt hat der Rotstift, das tut mir weh, das kann ich so nicht.
00:41:24: Auch weil das ja gar kein Rotstifft ist.
00:41:26: also ich arbeite in der Änderungsfunktion in Wörth wie es glaube ich sehr üblich ist.
00:41:36: Ich glaube, im Normalfall ist das kein Thema.
00:41:40: Und wenn es eins ist dann müssen wir einfach drüber reden und ich bin auch immer gesprächsbereit.
00:41:46: also ich begleite auch die Lektorate immer mit... Also meistens gibt's Telefonate vorab und eben auch nach einem Lektoraat immer Nachgespräche.
00:41:55: da gibts dann auch viel Möglichkeit die Details zu besprechen.
00:42:02: Gibt es bei Manuskripten für dich große Unterschiede, was die Qualität angeht?
00:42:08: Also im Sinne von dass du das Gefühl hast okay sind jetzt beide mal zweihundert Seiten aber für dir einen brauche ich irgendwie nur halb so lang weil ein Text der ist schon gut strukturiert.
00:42:19: Die Person wirkt sehr...die wirkt so als hätte sie schon guten roten Faden und die andere Personen die weiß ich nicht hat einfach nur irgendwie ihre Gedanken aufgeschrieben.
00:42:29: also merkst du da Klafft es doll auseinander oder hast du das Gefühl, nee eigentlich?
00:42:34: Naja.
00:42:34: Das sind alles Self-Publisher und dann alles organisierte Menschen.
00:42:37: die wissen schon was sie tun.
00:42:39: Wie ist das so insgesamt?
00:42:42: Doch das ist schon unterschiedlich.
00:42:45: Ich würde aber sagen dass mein Arbeitsaufwand relativ ähnlich ist Denn ein Lektorat kann ja immer nur von dem Text der vor mir liegt ausgehen Und diesen dann sagen wir mal einen Level hochheben.
00:43:01: Also egal wie hoch das Level ist, es kann ein Level weiter nach oben gehen.
00:43:05: Und wenn also schon ein sehr gutes Manuskript zu mir kommt dann kann da eben auch einen Level höher gehen.
00:43:13: und das heißt vielleicht werde ich da nicht an den ewig gleichen Formulierungen fallen oder an der Passivkonstruktion oder immer wieder erklären dass doch die Haare vorher rot waren warum sie jetzt schwarz sind und solche Sachen.
00:43:25: aber Potenziell finde ich trotzdem Stellen, an denen ich sage okay super cool und was wäre denn damit?
00:43:33: Und wie ist denn das?
00:43:34: oder hast du schon gedacht daran.
00:43:36: Oder na also ich versuche einfach dann in die Richtung zu pushen in den dieser Text hin möchte.
00:43:42: Das heißt es ist dann typischerweise Ja oder jetzt habe ich den Satz falsch begonnen.
00:43:52: Aber ich finde das total spannend weil ich glaube ich hab in meinem Kopf so die Vorstellung gehabt Es gibt einen Qualitätsniveau und da willst du alle hinbringen.
00:44:01: Aber das ist wahrscheinlich gar nicht möglich, weil aus einem, ich sag jetzt mal ganz plump gesagt sehr schlechten Manuskript kannst ja auch du kein sehr gutes Buch machen.
00:44:08: Das heißt du kannst ja eigentlich immer nur mit dem arbeiten was du vor dir hast und dann kannst du jetzt mal blöd gesagt aus einem schlechten Mannuskrip vielleicht nicht so ein Buch machen was jetzt qualitativ nicht so hochwertig ist aber zumindest strukturiert und einheitlich und in einem roten Faden Verstehst du, ist richtig?
00:44:30: Also es ist wahrscheinlich nicht dein Anspruch wenn du das liest sondern ja ich versuche jetzt noch das Beste rauszuholen aber so klingt ein bisschen in die Richtung.
00:44:36: Du triffst die Leute halt auch da
00:44:39: wo sie sind.
00:44:40: Ja genau also mein eigenen Anspruch muss sich da eigentlich auch herausnehmen.
00:44:45: Das ist hier das Buch des Autoren der Autorin und
00:44:50: ich
00:44:52: habe also einmal oder zweimal die Möglichkeit in diesem Text ...hineinzudenken und mitzuarbeiten.
00:44:59: Und in dieser Zeit tue ich alles, was mir möglich ist... Aber ich kann halt nicht mehr tun als das!
00:45:06: Also quasi, ich kann nicht sagen, mach das, mach dass und dann wenn du das gemacht hast, mach auch noch das und das und daß.
00:45:15: Ich würde es so sagen, in jedem Lektorad-Durchgang kann man tatsächlich so... Ich sag jetzt einfach mal virtuell eine Stufe Niveau hinaufsteigen.
00:45:24: Das heißt, zwei Lektoratzdurchgänge ermöglichen einen ganz schönen Sprung in dem Manuskript.
00:45:30: Es hat nichts damit zu tun dass es vorher schlecht war sondern das ist einfach immer wie so ein Diamant der unter Druck steht immer mehr zum Strahlen kommt.
00:45:39: also der rote Faden wird deutlicher die Struktur wird deutliche die Leserführungen Also irgendwann gibt's eben nicht mit diese Irritationspunkte wo ich mir denke Moment da war doch was.
00:45:47: Sondern du liest halt einfach durch und je weniger Du überlesen nachdenkst beim lesen dass du mehr merkst, da ist richtig viel Arbeit reingeflossen.
00:45:57: Das funktioniert richtig gut und deswegen würde ich auch sagen man kann fast jeden Text lektorieren wenn eben das gehört abgeschlossen ist also wenn die Arbeit abgeschlossen.
00:46:18: Ich hatte, glaube ich noch nie über den Inhalt des zweiten Durchgangs gesprochen.
00:46:22: Also ich habe nur gesagt im ersten Durchgang mache ich Inhalte.
00:46:26: Dann geht der Text ja zurück zur Autorinne also jetzt zum Beispiel zu dir Charlotte.
00:46:31: und dann kommt diese Phase die du gerade auch schon beschrieben hast.
00:46:35: also du öffnest und dann geht es los mit richtiger Arbeit, die Überarbeitung.
00:46:39: Also potenziell jeden Kommentar zumindest so begutachten anzunehmen oder abzulehnen damit irgendwas zu tun aber auch diese Textänderungen, die im Text sind zu begutachten, annehmen, ablehnen.
00:46:51: Und dann entsteht eine zweite Fassung oder eine... Ja genau!
00:46:54: Ich nutze mal zweite Fassung des Maniskrips und diese geht wenn wir mit zwei Durchgängen arbeiten wieder zu mir ins Lektorat.
00:47:03: Das hat natürlich viele Vorteile dass ich das Maniskrip da nochmal sehe, denn es sind jetzt ja auch viele Änderungen entstanden.
00:47:11: Jetzt gehe ich als Lecturin davon aus dass der Inhalt geprüft ist und das wir jetzt quasi in einem Konsens sind, dass die Kapitel dastehen wo sie stehen sollen.
00:47:25: Dass die Szenendialoge oder Unterkapitel in den richtigen Kreien vorgesehenen und die richtigen Inhalte enthalten.
00:47:34: Und dann prüfe ich im zweiten Durchgang also die Sprache und den Stil des Lektorats Das würde ich noch mal sagen Aber auch
00:47:50: natürlich andere Sachen, die dir auffallen.
00:47:53: Wenn ihr trotzdem noch mal strukturell so was auffällt, dann müsstest du es auch nochmal im zweiten Lektoratzdurchgang
00:47:57: anmerken.
00:47:59: Genau!
00:47:59: Im zweiten Lectorat kenn ich den Text ja einfach schon viel, viel besser.
00:48:02: Das heißt jetzt sind wir schon Freunde geworden und jetzt kann ich viel schneller und punktgenauer wahrscheinlich sogar auch noch kleine... Feinheiten rausspüren und die würde ich durchaus auch noch anmerken, auch wenn wir eigentlich schon auf der Ebene sind von ist der Satz zu lang oder eben... Ist der Stil hier gerade zu blumig für das Thema?
00:48:27: Oder bei Dialogen, wenn es in den Romane sind.
00:48:32: Wurde diese Figur jetzt wirklich so sachlich sprechen oder ist sie nicht grade super wütend und angespannt und hat deswegen eine andere Ausdrucksform?
00:48:40: Das sind dann eben nochmal ganz andere Aspekte, die ein bisschen kleinteiliger sind würde ich sagen.
00:48:50: Hast du eigentlich schon mal darüber nachgedacht selber einen Buch zu
00:48:53: schreiben?
00:48:53: Bestimmt oder?
00:48:55: Ein klares ja!
00:49:00: Ja es wurde also... Ich habe keinen Stoff in der Schublade, ich hab auch noch nie im Buch geschrieben.
00:49:08: Ich hätte tatsächlich einfach mega Bock, ich merke aber das ist mir selber so schwer für mich auf dem Thema festzulegen also sozusagen von vielen Ideen die in meinem Kopf schwirren.
00:49:17: Was könnte es denn sein?
00:49:19: Deswegen noch ist es sehr sehr vage.
00:49:22: vielleicht wird das mal so ein Rentenprojekt wer weiß schon.
00:49:27: würde wir aber glaube ich Spaß machen?
00:49:28: das glaube ich schon
00:49:30: und dann könntest du ja auch mal an die Rolle die andere Rolle schlüpfen, weil du würdest ja wahrscheinlich das Lektorat auch wieder bei jemand anderem machen.
00:49:38: Auf jeden Fall.
00:49:39: Ja genau.
00:49:41: Nee also das geht nicht.
00:49:43: ich glaube ich könnte es einfach mit den Kettensten, die ich habe sehr gut vorbereiten aber natürlich auch wieder nur in dem Rahmen dessen was ich halt sehe in dem Moment und eine zweite Person mit dem dritten oder vierten Auge sieht ganz andere Sachen hat einen anderen Fokus möglicherweise Und genau, gibt Input.
00:50:06: Ja was mich auch noch interessieren würde, das habe ich dich nämlich gar nicht gefragt.
00:50:12: aber du hast ja gesagt du bietest kein Korrektorat mehr
00:50:15: an.
00:50:16: Korrektorat
00:50:17: vielleicht als Einordnung sind Rechtschreibfehler, Tippfehler Komma grammatikalische Sachen also alles was am Ende dann noch so korrigiert und beschönigt werden muss.
00:50:31: Das machst du nicht mehr, das hast du bei meinem letzten Buch noch gemacht.
00:50:33: Diesmal machst du das nicht mehr?
00:50:34: Hat das in bestimmten Runden, dass du es nicht mehr anbietest?
00:50:38: Ja also das Korrektorat zum einen... Also ich habe schon immer im Vordergrund nicht Lektorat gemacht und das ist die Brille, die mir besser passt einfach schlichtweg.
00:50:51: Und ich hab auch gemerkt, dass selbst im Korrektorat ich eher gerne elektorieren würde.
00:51:01: Ich habe beschlossen einfach, ich spezialisiere mich ganz klar auf Slektorat und es gibt auch die Sichtweise des Vier-Augen-Prinzips.
00:51:09: Also dass man als Assets sieht sozusagen das Buch noch von einer dann in dem Vertritten Person gesehen wird, die dann ja den Text korrigiert also wirklich an Informalia nach Regeln folgend Zeichensetzungen und Rechtschreibung usw.
00:51:23: prüft und deswegen ist... ich mache das Stichtweg jetzt einfach nicht mehr.
00:51:30: Ich hätte gedacht, dass es vielleicht irgendwie ein müßiger Job ist oder so.
00:51:34: Dass das vielleicht ein bisschen der Teil ist, der ... Vielleicht ein bisschen langeatmig ist manchmal und da so'n bisschen ... weiß ich nicht.
00:51:45: Kann ich's gar nicht so zu angeln?
00:51:47: Nee!
00:51:47: Da holen wir mal dann noch eine Korrektur hin dazu.
00:51:50: Also... Es wäre irgendwie
00:51:51: so meine Vermutung gewesen.
00:51:53: aber vielleicht ist es tatsächlich wenn man sich eher
00:51:56: für ...
00:51:57: Wirklich, wie du sagst mit Präferenzen Sachen.
00:51:59: Wenn man es inhaltliche kreative Spannender findet oder wenn man halt so die Ordnungspannender findet?
00:52:06: Ja also ich glaube Ich bin schon eh ein sehr strukturiertes Hirn.
00:52:11: Also So ich habe glaube ich ein gutes Gefühl eben für Struktur und Ordnung.
00:52:17: Aber wenn ich dann einen bis zwei Durchgänge schon in dem Manuskript so tief gearbeitet habe Dann gelingt mir, ich glaub ähnlich wie Autorinnen selbst nicht mehr dieser Blick auf das Detail.
00:52:27: Also oft dieses so... Da steht ja gar nicht uns sondern Uden.
00:52:33: Das würde ich schon sehen aber es gibt auch andere Beispiele und dann rutscht dann durch.
00:52:38: Ja, das kann ich nachvollziehen.
00:52:40: Ja öfter man was liest desto mehr verliebt man einfach den objektiven Blick dafür.
00:52:45: Das stimmt total.
00:52:47: Also mein eigenes Text ist also das Gefühl Ich lese da eigentlich nur die Hälfte, wenn ich den lese.
00:52:53: Das ist richtig krass!
00:52:54: Also Teipos fallen mir sowieso fast gar nicht auf.
00:53:00: aber mir fällt jetzt zum Beispiel auch gar nicht aus, wenn mich wiederhole weil wenn ich so oft durch den Text durchgehe dann weiß ich da was schon gelesen habe.
00:53:07: Aber hab' ich das jetzt schon gelesen?
00:53:08: Weil ich die Stelle schon geliesen hab oder weil ich die gleiche Stelle noch mal woanders habe?
00:53:12: Keine Ahnung.
00:53:14: Spannend.
00:53:14: Ja ja das ist natürlich der Vorteil.
00:53:17: wenn ich das das erste Mal lese fällt mir das ganz klar auf.
00:53:21: Und beim zweiten Lektorat habe ich zwar grundsätzlich einen anderen Fokus, aber denke da noch voll dran, aber da muss ich mich schon mehr konzentrieren um diese Fehler... Also
00:53:31: ja,
00:53:32: um eventuelle Redundanzen wiederzufinden!
00:53:34: Denn jetzt kenne ich den Text schon und hab schon so eine grobe Erinnerung an das letzte Mal.
00:53:39: Ja zum Schluss nochmal eine richtig icky Frage.
00:53:48: Die Frage ist es, ob sie sich stellen müssen.
00:53:52: Hast du Angst dass K.I.
00:53:53: dir deinen Job wegnimmt?
00:53:57: Ja
00:53:58: okay.
00:53:59: So eklig finde ich die ganze Zeit.
00:54:00: Das ist gar nicht so provokativ gemeint wie ich sage sondern eher von meiner Seite aus mit ein bisschen...
00:54:09: Ich weiß, du bist kein Fan.
00:54:11: Nein also ich finde es gar nicht provokativ sondern hochrelevant denn wir sind einfach da gerade in einer Zeitenwende... Also unsere ganze Gesellschaft!
00:54:20: Nicht diese Branche nur.
00:54:22: und aber auch die Branche ist davon eben nicht ausgenommen.
00:54:26: und ja Puh also bisher Hätte ich gesagt, klares Nein.
00:54:32: Denn ja was KI gut kann ist wirklich formal.
00:54:34: hier also zum Beispiel eine Korrektur könnte ich mir vorstellen.
00:54:38: Also das Korrektorat wirklich im Sinne von Zeichensatz und Rechtschreibung und Grammatik usw.
00:54:43: Kann glaube ich perspektivisch wirklich relativ verlässlich von der KI erledigt werden denn es folgt ja klaren Regeln.
00:54:51: Beim Lektorat ist das weniger klar Und bis vor einem halben Jahr habe ich da nichts gesehen dass an diese Art von Arbeit herankommt, die ich aktuell halt mit meinem Hirn leiste.
00:55:06: Und tatsächlich, ich finde das Tempo nimmt so zu, diese Tools werden immer noch besser.
00:55:13: Deswegen kann es dir nicht sagen aber ich befürchte, dass das tatsächlich in ein paar Jahren nochmal ganz anders aussieht und wer weiß vielleicht ist es dann so!
00:55:22: Also was hier natürlich total mit reinspielt, ein KI-Tool ist immer nur so klug wie der Anwender und die Frage oder den Prompt eben, die gestellt wird.
00:55:32: Das heißt man kann halt auch mit einer guten KI trotzdem ein schlechtes Buch schreiben oder lektorieren, generieren lassen, was auch immer man denn gerade tut.
00:55:43: Ich fürchte nur es diese Tools werden so viel besser dass man echt viel damit machen kann.
00:55:49: Tja noch sind wir aber nicht an dem Punkt.
00:55:51: Noch sind wir nicht an dem Punkt.
00:55:53: Ich glaube, dass tatsächlich auch meine These, keine Ahnung wie es in ein paar Jahren mal aussehen wird... Also ich meine das betrifft ja wie du sagst super viele Branchen!
00:56:03: Auch meine Branche natürlich.
00:56:05: mit KI werden Bücher geschrieben.
00:56:08: Ich vertrete die These, dass menschliche Arbeit irgendwann zu einem krassen Qualitätsmerkmal wird so wie Biolabel oder handgemacht oder so, sodass natürlich viele Leute auf KI zurückgreifen und dass dann die einfache die go-to Variante ist.
00:56:30: Und das die menschliche Komponente vom Menschen gemacht irgendwann so das High End Produkt ist.
00:56:37: Ob es tatsächlich so ist?
00:56:38: Ich weiß es nicht.
00:56:39: aber irgendwie... ich finde, dass die Tendenz ein bisschen dahin geht als Leute sagen ach sehr KI gemacht und das da ein bisschen steht für das ist ein bisschen trashig.
00:56:51: Aber auch wenn KI Qualität zunimmt, habe ich das Gefühl dass jetzt schon die Meinung von KI Produkten sehr stark in die Richtung geht.
00:57:01: Da kannst du mal schnell irgendwas zusammen
00:57:03: vorstellen
00:57:03: was aber von der Qualität nicht so doller
00:57:05: ist.
00:57:08: Ja, ich finde das ist ein sehr nachvollziehbarer Blick.
00:57:17: Ich muss nochmal drüber nachdenken.
00:57:19: Okay
00:57:19: macht
00:57:20: das!
00:57:21: Cool!
00:57:21: Dann sind wir jetzt auch schon am Ende angekommen.
00:57:24: Es hat mir sehr, sehr großen Spaß gemacht.
00:57:26: Vielen Dank dass du mich bereit
00:57:27: dazu erklärt hast deinen allerersten Podcast mit mir aufzunehmen und das du so offen erzählt hast.
00:57:34: also ich habe jetzt auch echt nochmal viele Sachen erfahren die ich selber gar nicht wusste wo ich auch schon oft
00:57:38: gedacht hatte.
00:57:39: ach das will ich Martina unbedingt mal fragen aber irgendwie nie dazu gekommen bin coole Gelegenheit dazu ja genau sonst super wichtig Wenn man dich als Lektorin haben möchte oder mehr über deine Arbeit erfahren möchte, wo kann man dich denn finden?
00:57:54: Danke erstmal Charlotte.
00:57:56: Es hat mir auch mega viel Spaß gemacht!
00:57:59: Ja ich heiße das gute Lektorit und unter dem Namen bin ich auch zu finden also auf meiner Webseite Das-Gute-Lektoratei Und eben auf Instagram und also unter dem gleichen Händel und LinkedIn.
00:58:16: Genau, kontaktiert mich.
00:58:18: Ja, ich werde auch nochmal deine Seite in die Show notes packen.
00:58:22: Dann kann man sich das noch mal angucken.
00:58:25: Große Empfehlung nochmal an der Stelle falls es nicht rausgekommen ist schon im Podcast und dann... Also ja muss ich noch meinen üblichen Spruch runterleiern wenn euch diese Folge gefallen hat.
00:58:38: Dann gebt doch mein Podcast bitte fünf Sterne.
00:58:40: abonniert ihn.
00:58:41: ihr könnt sehr gerne auch was in die Päppelkasse werfen um den Podcast mich zu supporten und teilt die Folge, erzielt allen von dem Podcast usw.
00:58:52: sofort!
00:58:53: Und dann
00:58:54: bis zum
00:58:54: nächsten Mal tschüss!
00:58:56: Dankeschön tschüß.
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